© Armin Smailovic
08. September 2017
12. January 2018

Beginn: 20:00 Uhr  |  End: 20:00 Uhr
Ab 7.50 €

"Tartuffe" von Molière, Regie: Stefan Pucher

Thalia Theater (Thalia Großes Haus)
Gerhart-Hauptmann-Platz 70
20095 Hamburg
08. September 2017
12. January 2018

Beginn: 20:00 Uhr  |  End: 20:00 Uhr
Ab 7.50 €

„Tartuffe“ von Molière in der Regie von Stefan Pucher. Mit dem grandiosen Thalia-Ensemble und Jörg Pohl als Tartuffe sowie Steffen Sigmund, dem brandneuen Boy-Gobert-Preisträger.

Eine teuflische Komödie, die das Spiel zwischen Wahrheit und Lüge schonungslos unter die Lupe nimmt.

„Wer ist gut bei Molière? Wer liebt? Wer kümmert sich um einen anderen außer um sich selbst? Es gibt keine Antwort auf diese Frage. Die Personen schauen sich verlegen an und schweigen.“ Jean Anouilh

Hochkomisch und gallenbitter entfaltet Molière ein Kaleidoskop schlimmer Eigenschaften. Schonungslos reißt er den Menschen die Maske ab. Tartuffe, der sich eingenistet hat im Hause der Familie Orgon, ist ein Betrüger. Ein Heuchler, der sich der Maske der Frömmigkeit bedient. Er inszeniert sich zum Schein als Heiliger und bringt die Scheinheiligkeit seiner Umgebung zum Vorschein. Er ist ein Lügner der seine Macht und Verführungskraft nicht aus der perfekten Tarnung, sondern aus der dreisten Offensichtlichkeit seiner bösen Absichten bezieht.

Was macht die einen für diese Art Autorität so empfänglich und die anderen, die das Spiel zu durchschauen meinen, so fassungslos hilflos?

Was passiert, wenn jeder das zur Wahrheit erklärt, was er hören will?

Im Hause Orgon sind es der Hausherr und seine Mutter, Madame Pernelle, die dem Charisma Tartuffes verfallen und alles herzugeben bereit sind, was dieser Mann Gottes – in offener Missachtung des Gottesgebotes – an Geld und Haus, Tochter und Ehefrau seines Gastgebers begehrt. Zu Molières Zeiten war „Tartuffe“ ein offener Angriff auf einen heuchlerischen Klerus, der nicht nur zeitweilig zu Aufführungsverboten führte, sondern auch dazu, dass dem Stand der Schauspieler der Empfang der Sakramente verweigert wurde.

Heute, in Zeiten, in denen viele bereit sind, vermeintliche Leerstellen mit dem Glauben an einfache Wahrheiten und neue Autoritäre zu füllen, liest sich diese teuflische Komödie als ein böse funkelndes Spiel der Dialektik von Wahrheit und Lüge.

Vorstellungen:
Fr, 08.09.2017 20:00 - 21:45 Uhr (A-Premiere)
So, 10.09.2017 19:00 - 20:45 Uhr (B-Premiere)
So, 17.09.2017 19:00 - 20:45 Uhr
So, 24.09.2017 17:00 - 18:45 Uhr
Mi, 04.10.2017 20:00 - 21:45 Uhr
Mo, 09.10.2017 20:00 - 21:45 Uhr
Do, 12.10.2017 20:00 - 21:45 Uhr
Mi, 18.10.2017 20:00 - 21:45 Uhr
Fr, 27.10.2017 20:00 - 21:45 Uhr
Fr, 10.11.2017 20:00 - 21:45 Uhr
Di, 21.11.2017 20:00 - 21:45 Uhr
Sa, 16.12.2017 14:00 - 15:45 Uhr
Mo, 25.12.2017 19:00 - 20:45 Uhr
Fr, 12.01.2018 20:00 - 21:45 Uhr
 
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