© Keyezua
23. Mai
28. Juni 2019

Beginn: 19:30 Uhr  |  End: 16:00 Uhr
Eintritt frei

Abhandengekommene Gewissheiten

23. Mai
28. Juni 2019

Beginn: 19:30 Uhr  |  End: 16:00 Uhr
Eintritt frei

Ausstellung im Rahmen des Literaturfestivals „Membrane – African Literatures and Ideas“

Eine Ausstellung, deren Fokus auf vier spannenden afrikanischen und afro-diasporischen Künstler*innen liegt. Im Rahmen des Festivals „Membrane“ präsentiert die Ausstellung neuere Foto- und Videoarbeiten von Keyezua, Samira Messner, Fabrice Monteiro und Nicolas Premier. Die multimedialen – über dokumentarische Zuschreibungen hinausgehenden Arbeiten – setzen sich mit Geschichte, Affekt, Gegenwärtigkeit und der fortwährenden Produktion von Zukunftsentwürfen auseinander: Aspekte, die das Wesen einer jeden Gesellschaft ausmachen. Dabei protokollieren, erweitern und ergründen sie Lebensrealitäten, die sich einfachen Gewissheiten entziehen und zu einem zweiten Blick auffordern.

Die Künstler*innen:

Keyezua hat an der Royal Academy of Arts in Den Haag studiert. Als holländisch-angolanische Künstlerin erkundet sie die Wiedergeburt Afrikas in der Art einer zeitgenössischen Erzählerin. Sie arbeitet mit Film, Fotografie, Malerei, Lyrik und Skulptur. Ihre Werke wurden bei der Lagos Photo 2016 und 2017 sowie beim Breda Photo Festival 2018 ausgestellt. Keyezua lebt und arbeitet in Luanda, Angola, und wird durch die Movart Gallery vertreten.

Samira Messner, Aktivistin und Künstlerin, wuchs in der ländlichen Somali Region Äthiopiens auf. Ihr Studium und Engagement im Bereich Gender und Entwicklung prägt ihre Perspektive, ihre Fotografien und die Geschichten, die sie mit ihnen erzählt. Ihre erste Fotoserie „The Strings Attached to Female Genital Mutilation“ wurde 2014 in mehreren Orten in Addis Abeba gezeigt und regte die Diskussion über das Thema weibliche Genitalverstümmelung an. Ihre zweite Fotoserie „Common Memo“ wurde 2017 im Goethe Institut, ebenfalls in Addis Abeba gezeigt. Ihre aktuelle Fotoserie, „Imprisoned Freedom“, war zuletzt auf der Fotoseptiembre 2018 in Texas, USA, zu sehen. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart.

Fabrice Monteiro wurde in Namur, Belgien geboren und wuchs in Benin auf. Heute lebt und arbeitet er in Dakar, Senegal. Die Fotografie von Fabrice Monteiro kreuzt verschiedene Genres: Fotoreportage, Modefotografie und Porträt prallen gegeneinander und legen dabei eine besondere Ästhetik frei. In seinen Arbeiten befasst er sich mit Fragen der Gesellschaft, der Politik, der Religion und der Identität. Sein Werk wurde international ausgestellt, unter anderem im Vitra Design Museum in Weil am Rhein und im National Museum for African Art in Washington D.C.

Nicolas Premier ist ein französisch-kongolesischer Künstler. Er lebt und arbeitet in Paris. Mit „Africa ist the Future“ (2002) schaffte Premier in Zusammenarbeit mit Patrick Ayamam mit einer Kampagne auf T-Shirts und Accessoires eine Kunstintervention, die zu einem internationalen Slogan wurde. Seine Fotoserie des AITF Magazine untersucht anhand von fiktiven Zeitschriftencovers, in denen die „United Republics of Africa“ dominieren, die Repräsentationsdynamiken von Großmachten. Aktuell arbeitet er an einer Kurzvideoserie, die Bilder, die mit Afrika und seiner Diaspora in Verbindung gebracht werden, neu interpretiert.

Koordination der Ausstellung durch Eric Otieno. Er ist Wissenschaftler, Politik- und Kulturvermittler und interessiert sich besonders für die Schnittmengen von sozialer Gerechtigkeit, postkolonialer Politik, globaler „Ordnung“ von Kunst und Kultur der Gegenwart. Er promoviert im Fachgebiet „Entwicklungspolitik und Postkoloniale Studien“ an der Universität Kassel. Außerdem schreibt er für verschiedene Online-/Printmedien und ist Mitherausgeber des Onlinemagazins GRIOT.

 

Do 23.05 – Fr 28.06. | Institut français Stuttgart | Schlossstraße 51, 70174 Stuttgart I Eintritt frei

Vernissage I 23.05. | 19:30 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung: Die bis Do 14 bis 18 Uhr, Fr 10 bis 16 Uhr.

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