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4. Juni 2019
19:00 Uhr
Eintritt frei

Jacques Offenbach und das Zweite Kaiserreich - Vortrag mit Musik mit Heiner Wittmann u. Susanne von Laun

4. Juni 2019
19:00 Uhr
Eintritt frei

Am 04. Juni laden wir Sie zu einem Vortag mit Musik anlässlich des 200. Geburtstags des deutsch-französischen Komponisten und Cellisten Jacques Offenbach ein. Der Historiker und Politikwissenschaftler Heiner Wittmann wird inhaltlich durch den Abend leiten und dabei die historischen Gegebenheiten darlegen. Untermalt wird dies immer wieder mit Musikbeispielen, dargeboten von der Pianistin Susanne von Laun, um die Stimmung des Zweiten Kaiserreichs in Frankreich nachzuempfinden.

Jakob, “Jacques”, Offenbach, geboren am 20. Juni 1819 in Köln, verlässt Deutschland mit seinem Vater und seinem Bruder und zieht im Jahr 1833 nach Paris, u.a. da sein Vater ihm eine bessere Musikausbildung ermöglichen wollte. Sein Werk weist eine Reihe von diversen Einflüssen auf und seine Musik spiegelt die unterschiedlichen Lebensstationen beginnend mit seiner Kindheit wieder. So finden sich in seiner Musik Elemente jüdischer Synagogenmusik, aber auch Eindrücke des Kölner Karnevals wieder. Als Cellovirtuose in Paris beginnt seine Theaterlaufbahn in der französischen Hauptstadt mit weiteren Auslandsgastspielen in Italien, Österreich und in den USA. Jacques Offenbach wird zurecht als einer der originellsten Komponisten des 19. Jahrhunderts bezeichnet und verhilft dem rebellischen und satirischen Musiktheatergenre “Operette” zu weltweiter Berühmtheit.

Die Präsentation des Werkes des Komponisten ist zugleich auch eine Gelegenheit, die kulturellen und politischen Zerwürfnisse und Fragestellungen der Epoche wiederzuentdecken. Laut des Frankfurter Historikers Ralf-Olivier Schwarz ist das Werk Offenbachs die “Synthese vom deutschen Tiefsinn und französischer Leichtigkeit, von Geist und Esprit”. Offenbachs Werk wird auch von den Erinnerungsorten Europas inspiriert, wie zum Beispiel den antiken Wurzeln und Mythen in “Orphée aux Enfers” oder “La belle Hélène” oder noch dem Mittelalter mit “Barbe-Bleue” und die Romantik mit “Les Contes d’Hoffmann”. Seine Sehnsucht nach Einheit und Frieden kann sowohl die derzeitige als auch unsere heutigen Herausforderungen erhellen.

Der in Köln geborene Historiker, Heiner Wittmann, der Literatur und Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts in Paris studiert hat, wird durch den Abend führen. Ausgewählte Musikbeispiele werden von der Hamburger Pianistin Susanne von Laun vorgetragen.

Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen!

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