19. Juni 2019
18:30 Uhr
Eintritt frei

Mitteleuropa aus der Sicht von drei Goncourt Preisträgern

Villa Europa - Kohlweg 7 D-66123 Saarbrücken
19. Juni 2019
18:30 Uhr
Eintritt frei

Mit Hédi Kaddour, Frédéric Brun, Frédéric Verger (Goncourt Preisträger des ersten Romans 2005, 2007, 2013)

Osteuropas Bäume sind im Laufe der Geschichte stumme Zeugen von Massentötungen geworden. Daran hat uns Camille de Toledo in seinem 2009 bei Seuil erschienenen Essay über die europäische Melancholie „Le Hêtre et le Bouleau“ erinnert. Diese Bäume sind untrennbar mit der Shoah verbunden und später zu deren Symbol geworden. De Toledos Ausstellung „Europa Eutopia“, die im Oktober 2015 in der Leipziger Spinnerei zu sehen war, erlebten die Besucherinnen und Besucher als einen Spaziergang durch einen Wald aus Buchen und Birken. Geleitet wurden sie dabei von dem Wort HOFFNUNG, das ihnen in großen Leuchtbuchstaben von der Wand aus den Weg wies. Der Wald ist ein zentrales Motiv vieler französischer Romane, die dieser von Schmerz geprägten Zeit des zwanzigsten Jahrhunderts gewidmet sind, wie beispielweise Hédi Kaddours „Waltenberg“ (Gallimard, 2005), Frédéric Bruns „Perla“ (Stock, 2007), Frédéric Vergers „Arden“ (Gallimard, 2013) oder Fabrice Gabriels „Fuir les forêts“ (Seuil, 2006). Ausgleich beziehungsweise Gegengewicht zum Waldmotiv ist das Grand Hotel als Symbol für Weltoffenheit und Mehrsprachigkeit. Das Hotel ist Zufluchtsort für „Luxusvertriebene“, die in seinen Räumen eine ganz besondere Gemeinschaft bilden.

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