© Ex Nihilo
19. Juni
23. Juni 2019

Beginn: 20:00 Uhr  |  End: 20:00 Uhr

TANZ|MODERNE|TANZ - Internationales Festival für zeitgenössischen Tanz

19. Juni
23. Juni 2019

Beginn: 20:00 Uhr  |  End: 20:00 Uhr

2019 feiert das internationale Festival TANZ | MODERNE | TANZ in Chemnitz sein fünfjähriges Jubiläum. Fünf Tage lang bringen renommierte internationale Performer und Companys wieder frischen Wind in die Stadt, u.a. die Cie Ex Nihilo, Kaori Ito und die Compagnie Act2 und Catherine Dreyfus.

Compagnie Act2 – Catherine Dreyfus | Parcours Chorégraphique – Un R de Ruse

„Der Tanz ist ein Mittel, das mir erlaubt, eine Idee, einen Gedanken, eine Emotion auszudrücken.“

Catherine Dreyfus lässt den Körper sprechen, der uns in eine Geschichte hineinzieht, die sich vor unseren Augen als eine Mischung aus Poesie und Geheimnis entfaltet. Ihr vierteiliges Werk Parcours chorégraphique, aus dem das Trio Un R de Ruse gezeigt wird, ist an keine Theaterbühne mehr gebunden. Die Idee, diese Kunstform aus ihrem traditionellen Rahmen der Bühne zu lösen, eröffnet neue Perspektiven und Denkweisen. Hierdurch vermittelt sich Catherine Dreyfus’ Gedanke, dass Tanz insbesondere ein emotionales Erlebnis ist, dessen Wahrnehmung intensiv durch die Umgebung beeinflusst wird. Jeder Park, jede Straßenecke ermöglicht ein anderes Spektrum an Assoziationen und Gedanken. Somit erleben nicht nur Theaterbesucher, sondern auch Passanten auf der Straße Tanz einmal auf ganz besondere Weise. In Un R de Ruse versuchen drei Männer eine Choreografie im gegenseitigen Einklang miteinander zu kreieren. Die Schwierigkeit liegt vor allem darin, ihre Schritte aneinander anzupassen, sich zu überraschen und miteinander in ein humorvolles Spiel zu finden. Die Drei berühren und ergreifen uns durch ihre Zweifel, Schwachstellen und die Strahlkraft, die von ihnen ausgeht.

Catherine Dreyfus verfolgte zunächst eine Karriere als Tänzerin für verschiedene Choreografen, darunter Odil Duboc, Simone Sandroni Nathalie Pernette, Alain Imbert, Micha Purucker und Sosana Marcelino, bevor sie 2008 die Compagnie ACT2 gründete. Musikalität, Poesie und Fluidität bilden die Ingredienzien ihrer Einzigartigkeit, gefärbt von einem leicht ironischen Surrealismus. Die Werke, die sie kreiert, sind feinfühlig, überschäumend und belebend. Darüber hinaus liebt es Catherine Dreyfus, den Körper mit physischen Objekten und Materialien in Kontakt zu bringen. Die Gestaltung des Bühnenraums und das Umfeld spielen eine fundamentale Rolle und werden in gewisser Weise als Interpret und wichtiger Partner betrachtet. Die Intention von ACT2 ist es, allen Menschen den Tanz nahe zu bringen, losgelöst aus seinem traditionellen Rahmen.

Open Air

Zwei Aufführungen am 21. Juni 2019, um 17.00 Uhr und 18.00 Uhr

Ort: Platz vor dem Brazil – Restaurant, Cafè & Bar

Eintritt frei

 

Kaori Ito & Ballett Chemnitz - Made In Chemnitz 2019

FranceDanse Deutschland 2019

Premiere

Wir leben in dem Bewusstsein, dass unsere Existenz endlich ist. In Japan sind die Menschen umgeben von den Gefahren von Naturkatastrophen und dadurch gezwungen, weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft sondern im Jetzt zu leben. Bei der ersten Begegnung mit dem Ballett Chemnitz fand Kaori Ito die jungen Tänzerinnen und Tänzern einerseits voller Energie, andererseits voller identitätssuchender Fragen vor. Ihre Zerbrechlichkeit interessiert sie, denn dies wird zur Stärke. Die formbaren Körper sind noch im Stadium der Entwicklung, sind dabei, sich zu nähren und zu finden. In ihnen findet Kaori Ito die Kraft der Zukunft, der Hoffnung und des Lebens. Und so geht es ihr darum, mit der Verletzlichkeit des Einzelnen zu arbeiten und gleichzeitig dem Drang loszulassen nachzuspüren. In Träumen ist dies alles möglich, hier gibt es keine Grenzen oder Tabus. Kaori Ito sucht diesen Wachtraum und versucht ihn mit den Tänzerinnen und Tänzern zu leben. Nicht als Tagtraum, sondern im Sinne eines Traums mit geschlossenen Augen, ähnlich der Worte der Propheten …

Kaori Ito begann in ihrer Heimatstadt Tokio mit fünf Jahren ihre klassische Ballettausbildung, die sie in New York um zeitgenössischen Tanz ergänzte. Seit mehreren Jahren lebt sie in Paris. Choreografen und Regisseure wie Philippe Decouflé, Angelin Preljocaj, Alain Platel, Sidi Larbi Cherkaoui und James Thierrée prägten sie als Tänzerin, bevor sie sich selbst auf das Abenteuer des Choreografierens einließ. Sie gastierte u. a. in Marseille, Genf, Lyon, Lausanne, Avignon und Dresden (HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste). 2010 wurde sie von der japanischen Zeitschrift On Stage zur „Besten jungen Choreografin“ gekurt. 2015 erhielt sie den Preis Nouveau talent chorégraphie der SACD und die Auszeichnung Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres. Mit den vielfältigen Möglichkeiten der Bewegung und des Tanzes hat sie unendlich viel zu erzählen, zu erfragen und zu erspüren – über das Sein, die Familie, die Gesellschaft und unsere (Um)Welt. In ihrer Tanzsprache verbindet sie Elemente des zeitgenössischen europäischen Tanztheaters mit japanischen Einflüssen. Mit Wachtraum kreiert sie erstmals ein Stück für das Ballett Chemnitz.

Eine Aufführung am 21. Juni 2019 um 20.00 Uhr

Ort: Schauspielhaus, Große Bühne

Karten: 10–18 €

 

Compagnie Ex Nihilo - Iskanderia leh?

Voraufführung

Iskanderia leh? Alexandria warum? Alexandria, benannt nach Alexander dem Großen, gilt als zweitgrößte Stadt Ägyptens. Sieben Jahre lang kehrte die Compagnie Ex Nihilo durch zahlreiche Workshops, Vorstellungen und Projekte immer wieder an diesen bedeutenden Ort zurück. Er fühlt sich für sie an wie „die Stadt unseres Tanzes“, ihr „Zuhause“. Unter Anne Le Batard und Jean-Antoine Bigots gelingt es den fünf Tänzerinnen und Tänzern, ihre Erfahrungen und Eindrücke von dieser Stadt durch Bewegungen zu visualisieren. Ein selbsterstelltes Archiv aus Fotos und Videos von Landschaften, Menschen und Eindrücken wird dabei in einen Dialog mit dem Tanz gebracht. Wie in einem Kartenspiel entstehen Fragen und Antworten, die durch Tanz, Sprache und Bilder an uns adressiert werden. Die eigene Aufmerksamkeit wird gefordert, denn jedes noch so kleine Detail hilft einem, die Sprache zu verstehen, egal, ob es die fremde Sprache Ägyptens oder die des Tanzes ist. Durch die unterschiedlichen Nationalitäten aller Tänzer wird ebenso die Frage nach Herkunft und Heimat in den Mittelpunkt gerückt. Wo und was ist Heimat und wie lässt sie sich charakterisieren? Fragen, die Ex Nihilos tänzerisches Langzeitprojekt immer wieder aufwirft.

Anne Le Batard gründete Ex Nihilo 1994, nach ihrer Karriere als Tänzerin in Brüssel und Marseille. Sie befasst sich insbesondere mit der Beziehung zwischen Tänzer und Tanz zum Raum wie auch zum Zuschauerraum. Genährt vom Eintauchen und Erforschen des öffentlichen Raums hat sie ihre ganz eigene Handschrift entwickelt. Jean-Antoine Bigot wirkte in Frankreich und Belgien als Tänzer, bis er sich im Jahr 2000 der Compagnie Ex Nihilo anschloss. Seitdem teilt er sich die künstlerische Leitung mit Anne Le Batard. In Zusammenarbeit entstanden bereits mehr als 15 Projekte für Ex Nihilo. Anliegen der Gruppe ist einerseits Öffentlichkeit und Kunst zu verbinden und andererseits neue Elemente der Kunst in den Tanz einfließen zu lassen. Die Tanzgruppe widmet sich besonders Langzeitprojekten, die sie durch Workshops, Kurse und Begegnungen mit dem jeweiligen Publikum teilen. Seit 2016 gilt Ex Nihilo als wichtiger Partner europäischer Kreativprojekte für zeitgenössischen Tanz an besonderen Ausführungsorten.

Open Air

Eine Aufführung am 21. Juni 2019, um 21.30 Uhr

Ort: St. Jakobikirche, Kirchplatz

Eintritt frei

 

Informationen und Reservierungen unter : www.tanz-moderne-tanz.de

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