Beginn: 17:30 Uhr  |  End: 19:00 Uhr
22. Juni 2019
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Eintritt frei

Autorenbegegnung - Comicfestival: Achdé und Mawil

22. Juni 2019
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Eintritt frei

Im Rahmen des Comicfestivals München wird ein Treffen mit Achdé und Mawil im Institut Français am Samstag, den 22. Juni, um 17.30 Uhr stattfindet.

Nach dem Treffen, haben Sie die Möglichkeit Ihren Comic von den Autoren signieren zu lassen.

Ort : Im Institut français München (Kaulbachstr. 13 - 80539 München)

Eintritt frei.

Diskussion auf Französisch und Deutsch.

In Zusammenarbeit mit dem Comicfestival München

Achdé

Achdé  (eigentlich Hervé Darmenton) ist ein französischer Comic-zeichner. Der Spitzname „Achdé“ leitet sich von der französischen Aussprache der Initialen seines Namens ab.

Achdé zeichnet seit Morris' Tod die Alben der Reihe Lucky Luke.

Mit neun Jahren kaufte Achdé sich das erste Comicalbum: „Lucky Luke contre Phil Defer“. Seit Mitte der 1980er Jahre ist er als Comiczeichner aktiv.

Seit 1993 gestaltete er für Dargaud die Serie CRS = Détresse - eine Gagserie über die Compagnies Républicaines de Sécurité, von der bis 2007 13 Alben entstanden. Seit dem achten Album verfasst raoul Cauvin die Szenarien. Außerdem entstand für Dargaud die Gagserie Doc Véto (drei Bände) über einen Veterinär nach Texten von Christian Godard.

1997 wurde die Publikation "Uderzo" : Von seinen Freunden gezeichnet“, eine Hommage an den Astérix-Zeichner, veröffentlicht. Achdé schrieb hierzu eine zweiseitige Kurzgeschichte. 1999 erschien dann das Lucky-Luke-Pendant „Hommage à Morris“. Achdé gehörte damals zum Kreis der Zeichner dieses Bandes und verfasste die vierseitige Story „Lucky Luke et Machine Gun Kid“. In dieser kommen bekannte Charaktere wie Hank Bully, Waldo Badmington oder die Daltons sowie der Illustrator „Maurice Morris“ und Bonny Dan, der Vetter von Billy the Kid zum Einsatz.

Nach dem Tode Morris' im Jahr 2001 suchte man nach einem Nachfolgezeichner für die Serie Lucky Luke. Man fand ihn in Achdé. Ein paar Kleinigkeiten mögen neu oder modifiziert erscheinen, das Meiste jedoch reiht sich in die bewährte Tradition ein. Mit „Der französische Koch“ feierte er sein erfolgreiches Lucky-Luke-Debüt. Den Text dazu verfasste Claude Guylouis. 2004 veröffentlichte er das erste komplette Album: „Schikane in Quebec“ (im franz. Original: La Belle Province), produziert gemeinsam mit seinem Freund, dem Szenaristen Laurent Gerra. Seit 2004 wurden 8 Alben mit Lucky Luke veröffentlicht. Der 8. Band, "Ein Cowboy in Paris" wurde in Zusammenarbeit mit Jul im Herbst 2018 veröffentlicht.

Mawil

Wie in seinem großartigen Comic Kinderland zu erfahren war, wuchs Mawil in der DDR auf. Trotzdem kam er schon recht früh mit Lucky Luke in Kontakt und zeichnete den Cowboy, der schneller als sein Schatten zieht, aus einem Heft ab, das die Oma eines Freundes im doppelten Boden eines Westpakets nach Ostdeutschland schmuggelte.

Jetzt setzte Mawil für die Egmont Comic Collection eine Hommage an Lucky Luke in Szene. Er trennt den Cowboy von seinem Gaul Jolly Jumper und lässt ihn den Wilden Westen zur Abwechslung einmal per Drahtesel erkunden.

Genau wie einst beim großen Lucky-Luke-Autor René Goscinny basiert auch seine spaßige Geschichte auf Tatsachen, denn bereits zu Ende des vorletzten Jahrhunderts kamen auch in den USA Fahrräder in den Handel.

Lucky Luke sattelt um erzählt davon, wie der Unternehmer Albert H. Overman – als Konkurrenz zu den bereits etablierten Hochrädern – versucht Fahrräder in der heute üblichen Bauart auf den Markt zu bringen. Im Comic gipfelt das in einer abenteuerlichen Fahrradtour quer durch die USA und schließlich in ein turbulent inszeniertes Wettrennen.

Genau wie Matthieu Bonhomme und Guillaume Bouzard bei den beiden zuvor entstandenen Hommage Bänden Der Mann, der Lucky Luke erschoss und Jolly Jumper antwortet nicht, wurde auch Mawil die Möglichkeit gegeben, seine ganz eigene Version von Lucky Luke zu zeichnen. Davon macht er ausgiebig Gebrauch. Mawils sehr individuelles Figurendesign und seine plastisch-bunten Farben passen gut zu einer Geschichte, die statt auf Dialogwitz auf rasante Inszenierung setzt. Wer erlebt hat, wie visuell aufregend er in Kinderland ein Tischtennis-Match umsetzte, hat schon eine schwache Vorstellung davon, wie Mawil es krachen lässt, wenn ihm der komplette Wilde Westen als Spielwiese zur Verfügung steht!

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