Installationsansicht: Latifa Echakhch, Platanus Hispanica, 2019 © Daniele Molajoli, Courtesy of the Artist
12. Juli
10. November 2019

Beginn: 10:00 Uhr  |  End: 18:00 Uhr

Latifa Echakhch – Freiheit und Baum

Kunsthalle Mainz Am Zollhafen 3–5 55118 Mainz
12. Juli
10. November 2019

Beginn: 10:00 Uhr  |  End: 18:00 Uhr

Freiheit und Baum in der Kunsthalle Mainz geht von dem Freiheitsbaum aus – einem Symbol, das während der gesamten Französischen Revolution und der kurzlebigen Mainzer Republik Verwendung fand. Freiheitsbäume wurden hier meist aus Schwarzpappeln gefertigt und als Zeichen der Befreiung aufgestellt. Darüber hinaus dienten sie den Revolutionären zur Versammlung, zum geselligen Miteinander mit Tanz und Gesang von Revolutionsliedern. 

Eröffnung: Donnerstag, 11.07.2019, 19 Uhr

Latifa Echakhchs einzigartiges Materialgespür verbindet sich mit gesellschaftspolitischen Inhalten und Fragen nach kulturellen Wurzeln, Folgen der Migration sowie der Bedeutung von Revolutionen. Die Künstlerin wurde in Marokko geboren und verbrachte dort ihre frühe Kindheit. Mit den Eltern migrierte sie nach Frankreich, wo sie mit starken kulturellen Differenzen konfrontiert wurde. Das Gefühl der Entwurzelung, die Unkenntnis der fremden Sitten und Verhaltenscodices, aber auch die Vielzahl an andersartigen Alltagsgegenständen prägten Latifa Echakhch und weckten in ihr eine Sensibilität für die Begegnung mit anderen Kulturen. Heute lebt die Künstlerin in Paris und in der französischen Schweiz und interessiert sich insbesondere für Grenzgänge zwischen Ländern und Kulturen, zwischen „Heimaten“, für Narben, die an deren Berührungsstellen entstehen. Sie beschäftigt sich mit dem Einsatz und den Wirkungsweisen nationaler Symbole in Zeiten der Globalisierung durch eine Auseinandersetzung mit Stereotypen, sprachlichen Codes, Ein- und Ausschlussmechanismen. Latifa Echakhch wirft Blicke auf das „Fremde", auf nationale wie religiöse Identitäten und reflektiert dabei aktuelle Debatten um Integration, Religionsfreiheit, auf Symbolen basierende Politik sowie auf politische Revolten. Mit minimalem Materialeinsatz und Gesten lässt sie Materialien und Objekte eigene Geschichten erzählen und entwickelt raumgreifende, sinnliche Inszenierungen.

Die Ausstellung wird unterstützt durch den Kultursommer Rheinland-Pfalz, Pro Helvetia und das Bureau des arts plastiques.

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