30. August 2019
19:00 Uhr

ABGESAGT: Ein Wintermärchen in einer Sommernacht

Institut français
30. August 2019
19:00 Uhr

Heinrich Heines bedeutendes Versepos in der Fassung für Sprecher und Gitarre von Wolfgang Hufschmidt, vor- und dargestellt von Thomas Streit (Rezitation) und Ralf Winkelmann  (Gitarre)

Im Oktober 1843 reist Heinrich Heine mit Postkutsche, Eisenbahn und Schiff von Paris über Brüssel und Aachen nach Hamburg. Bei dieser ersten Deutschlandreise nach zwölf Jahren im französischen Exil besucht er nicht nur seine Mutter; vor allem möchte er auch mit seinem Verleger Julius Campe verhandeln. Dieses gestaltete sich beim „Schlampampen“ im Lorenzschen Austernkeller durchaus erfreulich und fand seinen Eingang in das auf der Rückreise nach Paris zunächst als Entwurf entstandene satirische Versepos „Deutschland – ein Wintermärchen“.

Campes Warnung („Sie werden viel für diese Gedichte zu leiden haben“) war durchaus nicht unberechtigt: Das Buch wurde kurz nach seinem Erscheinen 1844 in Preußen verboten und beschlagnahmt, gegen Heine von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen ein Haftbefehl erlassen. Dem Verfasser wurde vorgeworfen, ein „Verächter des Vaterlands“ und „Freund der Franzosen“ zu sein.

Nicht allein vor dem Hintergrund der europäischen Integration gilt das Werk heute jedoch als  bewegendes lyrisches Meisterwerk voll visionärer Kraft und Brillanz in Witz, Bildwahl und Sprache.

Thomas Streit und Ralf Winkelmann werden Heines vor 175 Jahren erschienenes Werk – leicht gekürzt – mit der Musik des Essener Komponisten Wolfgang Hufschmidt vortragen.

 

Anmeldung unter kultur.bremen@institutfrancais.de

 

 

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