12. Oktober 2019
14:00 Uhr

veiculoSUR

12. Oktober 2019
14:00 Uhr

VeiculoSUR ist eine wandernde künstlerische Plattform, die Städte auf der Süd- zur Nordhalbkugel miteinander verbindet. Ziel sind das Zusammentreffen und der Dialog zwischen Künstler*innen aus verschiedenen Ländern, eine kontinuierliche Reise von Bewegung und Reflexion, die Verschiebung von Süden nach Norden. Das Hauptthema, mit dem sich veiculoSUR in seiner transdisziplinären Arbeit beschäftigt, ist der "fremde Körper und der Konflikt sozialer Normen". Der künstlerische Prozess besteht in der Begegnung von Kurator_innen und Künstler_innen aus unterschiedlichsten Kontexten in Residenzen an den am Projekt beteiligten Orten.

Am 12. Oktober lädt veiculoSUR von 14-16 Uhr zu einer öffentlichen Veranstaltung ins Institut Français ein. Zu Gast sind Sarah Bergh-Bieling, und Pascale Obolo, kamerunische Filmemacherin und Begründerin der Zeitschrift Afrikadaa.

14:00 Uhr

veiculoSUR trifft Sarah Bergh-Bieling (auf Englisch)   

Mind the gap – Wachstumsprozesse anregen. Diversität im Bildungskontext

Als Pädagogin wird Sarah Berg darüber sprechen, wie wir mit dem Konzept des "Fremden" umgehen und wie sie – persönlich – versucht, ein gutes Gleichgewicht zwischen Bildung, Aktivismus, strukturellem Wandel und individuellem Wachstum zu finden. Sie wird von verschiedenen Erfahrungen berichten, in denen kulturelle Methoden miteinbezogen wurden – von der Arbeit mit Mitteln des künstlerischen Ausdrucks in Bildungseinrichtungen.

Biografie: Sarah Bergh studierte Pädagogik, Psychologie und Theaterwissenschaft. Nach mehr als zehn Jahren Tätigkeit im Bereich der Produktionsleitung und Organisation für verschiedene Theater-, Tanz- und Performancefestivals, konzipiert und realisiert sie seit 2002 mit ihrem Büro selbstständig Kunst- und Kulturprojekte (berghkuk.de/freispiel.info). Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der politischen Bildung bei den Themen Migrations und Diversität, Menschenrechte, Diskriminierung / Rassismus, Dekolonisierung und Selbstbehauptung / Empowerment. In diesem Zusammenhang hat sie gemeinsam mit öffentlichen und privaten Partnern, Stiftungen und Künstler_innen zahlreiche Bildungsprojekte für junge Menschen entwickelt. Seit 2015 ist sie im Fachbereich Politische Bildung am Pädagogischen Institut / Referat für Bildung und Sport der LH München tätig.

15:30 Uhr

veiculoSUR trifft Pascale Obolo (auf Französisch/Englisch) 

Künstlerische Praxis als kollektive Praxis

Basierend auf der Erfahrung der Gründung des Magazins Afrikadaa beschäftigt sich Pascale Obolo mit der Frage, auf welche Weisen Künstler_innen arbeiten können, wenn sie nicht-institutionelle Praxen anwenden. Jedoch mit einer doppelten Bewegung: Wie können Institutionen auch die Funktion haben, die Hierarchie des Denkens zu dekonstruieren und neue kollektive Formen des Denkens aufzeigen, die nicht hegemonial sind?

Pascale Obolo ist Filmemacherin, Kuratorin und Chefredakteurin. Geboren in Yaoundé, Kamerun, studierte sie Film am Conservatoire Libre du Cinéma Français und machte anschließend einen Master an der Universität Paris VIII im Bereich Experimentalfilm. Als Aktivistin befragt ihre Arbeit Erinnerung, Identität, Exil und Unsichtbarkeit. Pascale Obolo ist Mitbegründerin von Afrikadaa Lab: Magazin für zeitgenössische Kunst und ein intellektuelles und künstlerisches Labor, das seine Aufgabe darin sieht, kreative Dynamiken in Paris und in afrikanischen und diasporischen Gebieten zu fördern. Sie leitet auch die African Art Book Fair (AABF), eine unabhängige Messe, die sich auf redaktionelle Praktiken konzentriert und herausragende Verlagsprojekte unterstützt. Als Lehrerin leitet sie die formation des ateliers horizons am Magasin, dem Kunstzentrum von Grenoble. Pascale Obolo ist seit Kurzem Teil des wissenschaftlichen Beirates der Kunsthochschule auf der Insel Réunion.

 

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