14. Oktober 2019
18:15 Uhr
Eintritt frei

Ringvorlesung "Provenienzforschung" (1/2)

Institut français Bonn
14. Oktober 2019
18:15 Uhr
Eintritt frei

Vortrag von der Kunsthistorikerin Dr. Emmanuelle Polack (Musée des Mouments français): Le marché de l'art en France sous l'occupation et ses répercussions sur l'Affaire Gurlitt.

Emmanuelle Polack ist promovierte Kunsthistorikerin und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Kunst in der Zeit der Besetzung und Provenienzforschung im Kontext des 2. Weltkriegs. 

Zwischen 2013 und 2017 war sie internationale Expertin in der Task Force Schwabinger Kunstfund und assoziierte Wissenschaftlerin am Institut national d'histoire de l'art. Sie hat das Werk Marché de l’art sous l’Occupation : 1940-1944, bei Tallandier erschienen, verfasst und ist Kuratorin der Ausstellung mit gleichem Titel im Mémorial de la Shoah in Paris.

Zur Ringvorlesung:

Im November 2017 trafen sich französische und deutsche Akteur*innen der Provenienzforschung und Restitutionspraxis in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, um sich gemeinsam dem Thema „Raub & Handel. Der französische Kunstmarkt unter deutscher Besatzung“ zu widmen. Diese vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste (DZK) organisierte Tagung war die erste große Veranstaltung zur systematischen Raubkunst in Frankreich während der Okkupation. Neben den aufschlussreichen Erkenntnissen, die sie lieferte – über die Akteure und Geschädigten, die Machtbereiche der Nationalsozialisten, die Auswirkungen der Kollaboration sowie die damaligen Mechanismen des Kunstmarktes –, machte die Tagung deutlich, dass der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt werden sollte: eine binationale Öffnung sei grundsätzlich bereits vorhanden, die deutsch-französische Vernetzung bedürfe aber noch einer dezidierten Stärkung.

Der Workshop, den die Commission pour l'indemnisation des victimes de spoliations (CIVS), das Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“ und das Büro für Hochschulkooperation der französischen Botschaft am Institut français Bonn am 20. und 21. Februar 2019 in Bonn organisierten (NS-Raubkunst: Provenienzforschung und Restitutionspraxis in Deutschland und Frankreich), hatte sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag dazu zu leisten.

Die ab dem Wintersemester 2019/2020 organisierte Ringvorlesung „Provenienzforschung“ setzt sich zum Ziel, über die Aktivitäten der in beiden Ländern zuständigen Einrichtungen, Grundprobleme der Restitution von Kulturgütern, Methoden, Quellen und Einzelfälle der Provenienzforschung sowie über die Möglichkeiten von „fairen und gerechten Lösungen“ (Washingtoner Prinzipien) zu diskutieren.

Eine Initiative der CIVS („Commission pour l’indemnisation des victimes des spoliations de biens culturels pendant l’Occupation), des Institut français Bonn und des Büros für Hochschulkooperation der französischen Botschaft. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris. 

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