9. Dezember 2019
18:15 Uhr
Eintritt frei

Entre regnum et imperium : quelles relations entre la France et l'Allemagne au Moyen-Age (1200-1500) ?

Institut français Bonn
9. Dezember 2019
18:15 Uhr
Eintritt frei

 Prof. Dr. Pierre Monnet (Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales, Frankfurt a.M.) - Auf Französisch

Prof. Dr. Pierre Monnet ist Leiter des IFRA-SHS (Deutsch-Französisches Institut für Geschichts- und Sozialwissenschaften) in Frankfurt, Directeur d’études an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales, Paris, und Adjunct Professor an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 

Seine Forschungsschwerpunkte sind

  • Mehrsprachigkeit in der mittelalterlichen Stadt
  • Sozialgeschichte der europäischen mittelalterlichen Städte
  • Politische Kultur des spätmittelalterlichen Reiches unter den Luxemburgern
  • Geschichte der Stadt Frankfurt im Spätmittelalter
  • Deutsch-französische historische Transfers

Monnet ist Mit-Herausgeber des Sammelband "Europa. Notre histoire", der 2018 erschien. Seine Biographie über Kaiser Karl IV erscheint im Januar 2020 bei Fayard.

Vortrag

Ausgangspunkt ist der berühmte Besuch Karls IV,  Kaiser und böhmischer König (1316-1378), bei seinem Neffen, dem französischen König Karl V (1338-1380) 1378 in Paris. Zwischen den beiden Monarchen wurde das Prinzip der gegenseitigen Anerkennung von Neutralität und Integrität beider Königreiche bestätigt, welches bereits in einem Briefwechsel 1356 festgelegt wurde. Die drei letzten Jahrhunderte des Mittelalters waren keine Zeit der Konkurrenz, Agression, Erorberung oder Einflussnahme zwischen dem französischen und dem Hl. Römischen Reich Deutscher Nation, aber eine Zeit der teils institutionalisierter Verbidungen, u.a. kultureller Verbindungen, und des Respekt roter Linien, die von beiden Seiten gezogen wurden. Auf dieser Grundlage konnten Bewegungen ohne große Schwierigkeiten von statten gehen, namentlich im Bereich der Architektur und Geistesleben, teilweise im sprachlichen Bereich, und noch mehr im ökonomischen, territorialen oder demographischem Bereich.

Es kann eine gewisse Stabilität der Anerkennung festgestellt werden, eine Kooperation ohne ohne Feindseligkeit, die nichts mit den mörderischen Konflikten des 19. und 20. Jahrhundert zu tun haben.

Im Rahmen der Ringvorlesung "Deutschland und Frankreich im europäischen Kontext. Interdisziplinäre Perspektiven und kritische Zugänge" organisiert von der Romanistik und dem Institut français an der Universität Bonn im Rahmen der Gründung des Centrum Ernst Robert Curtius an der Universität Bonn.

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