Auf dem Weg zu einem europäischen Erinnern? © Richard Schulze - Vorberg
9. Januar 2020
19:00 Uhr

Auf dem Weg zu einem europäischen Erinnern? - Perspektiven auf die deutsche und französische Erinnerungskultur

9. Januar 2020
19:00 Uhr

Erinnerungskultur in Frankreich und Deutschland: Woran wird erinnert und woran sollte erinnert werden?
Perspektiven einer dt.-frz. Erinnerungskultur
Podiumsdiskussion & Publikumsgespräch in deutscher Sprache

Eine Veranstaltung der Deutsch - Französischen Gesellschaft, in Kooperation mit der Familie Mehdorn Stiftung, Heinrich Böll Stiftung S-H und dem Landesbeauftragten für politische Bildung

Die Bezugnahme auf die Vergangenheit ist konstitutiv für gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Bildung einer kollektiven Identität. Historische Bezugspunkte können positiv konnotiert sein – wie im Falle Frankreichs mit Bezug auf die Errungenschaften der Französischen Revolution – oder auch negativ: Die Bundesrepublik Deutschland bezieht sich erinnerungspolitisch vor allem auf den Nationalsozialismus und auf das Menschheitsverbrechen des Holocausts.
Doch Erinnerungskultur und -politik unterliegen einem Wandel und sind verschiedenen Einfl üssen ausgesetzt. So wird die bundesrepublikanische Erinnerungskultur zunehmend von rechtsextremen und -populistischen Akteuren in Frage gestellt, indem die Verbrechen des Nationalsozialismus relativiert werden. In Frankreich hat eine Kontroverse um die historische Rolle Philippe Pétains Fragen über nationale Sinnstiftung und historische Verantwortung aufgeworfen. In Deutschland und in Frankreich werden neuere historische Forschungen in den erinnerungspolitischen Diskurs aufgenommen, so zum Beispiel die Kolonialgeschichte. Historische Bezugspunkte und Narrative bewegen sich dabei zumeist immer noch in einem nationalen Rahmen. Doch auch eine europäische Erinnerungskultur gerät immer stärker in den Blick. Ist es möglich, auf eine kollektive Erinnerung hinzuarbeiten und so das europäische Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken?
Über diese und weitere Fragen wollen wir mit Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis und mit Ihnen diskutieren.
Das Deutsch-Französische Dialogforum findet zum fünften Mal statt. Anlass für diese Dialogreihe war der Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift »Charlie Hebdo« und einen jüdischen Supermarkt in Paris im Januar 2015.
 

Podiumsgäste:
• Tobias Bütow, Generalsekretär des Deutsch-Französischen Jugendwerks, Berlin
• Prof. Dr. Bernd Faulenbach, Historiker, Ruhr-Universität Bochum
• Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix, Historikerin und Politikwissenschaftlerin, Université Paris-Sorbonne
• Géraldine Schwarz, Autorin, Berlin und Paris (angefragt)
Grußwort:
I.E. Botschafterin Anne-Marie Descôtes, Berlin

Eintritt: frei
Wichtig: Personalausweis erforderlich. Die Veranstaltung wird gefilmt.

Landeshaus Kiel, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel

 

 

 

 

 

 

Das könnte Sie auch interessieren

Montag 02 Sep 2019 - 14:00 bis Freitag 07 Feb 2020 - 12:00
Montag 14 Okt 2019 - 13:15 bis Dienstag 17 Mär 2020 - 20:00
Dienstag 15 Okt 2019 - 08:30 bis Freitag 31 Jan 2020 - 20:00