Vernon Subutex Band I © Editions Grasset / Kiepenheuer & Witsch Verlag
3. Februar
28. Mai 2020

Beginn: 20:00 Uhr  |  End: 22:00 Uhr
Ab 26.00 €

Abgesagt / Vernon Subutex von Virginie Despentes als Theateradaption

Stalburg Theater, Glauburgstraße 80, 60318 Frankfurt am Main
3. Februar
28. Mai 2020

Beginn: 20:00 Uhr  |  End: 22:00 Uhr
Ab 26.00 €

Es ist ein grandioses Sittengemälde unserer Zeit, das der französischen Autorin Virginie Despentes gelang. Als der erste Teil der Roman-Trilogie 2015 in Frankreich erschien, führte er monatelang die Bestsellerlisten an und machte Despentes zu einer der wichtigsten und gefragtesten Schriftstellerinnen des Landes. Mit "Vernon Subutex" ist Virginie Despentes eine „menschliche Komödie“ unserer Zeit gelungen, meint ihr deutsche Verleger  Kiepenheuer & Witsch, der den Vergleich mit Balzac für nicht zu hoch gegriffen schätzt.

Eine Roman-Trilogie auf die Bühne zu bringen erfordert Mut. Das Stalburg Theater in Frankfurt hat sich vorgenommen, alle drei Teile der Subutex-Trilogie von Virginie Despentes zu inszenieren. Teil I wird ab dem 3. Februar, Teil II ab dem 10. März und Teil III ab dem 15. April 2020 gespielt. "Es ist uns als kleinem Theater eine Ehre, dies machen zu können, zumal Frau Despentes uns die Erlaubnis erteilt hat, eine eigene Bühenfassung zu erarbeiten", erklärt der Leiter des Stalburg Theaters Michael Herl, der meint: "Der Stoff polarisiert, provoziert und regt zu Diskussionen an - und genau das ist unsere Intention mit dem Projekt".

Vernon Subutex ist eine urbane Legende, ein Punkrocker, der letzte Zeuge einer verschwundenen Welt und der Träger eines Geheimnisses. Aufgrund der Entmaterialisierung der Musik verliert er seinen Plattenladen, wird aus seiner Wohnung vertrieben und landet auf der Straße. Dann ruft er abwechselnd alte Bekannte an, die ihn vielleicht für eine Nacht oder länger aufnehmen. So beginnen eine Parade von Figuren aus der Vergangenheit und eine Reise in eine zutiefst unsichere Gesellschaft. Diese menschliche Komödie behandelt ein breites Spektrum von Themen, die mit unseren heutigen Gesellschaften zusammenhängen.

Mit: Iris Reinhardt Hassenzahl und Christoph Maasch. Regie: Katja Lehmann.

Die Autorin:

Virginie Daget, bekannt als Virginie Despentes, wurde 1969 in Nancy geboren. Sie hat eine schwierige und aufgewühlte Jugend, da sie mit 15 Jahren die Schule verlassen muss und in eine Psychiatrie eingewiesen wird. Nachdem sie im Alter von 17 Jahren ihr Abitur als freie Kandidatin macht, zieht sie nach Lyon und nimmt eine Reihe von Gelegenheitsjobs an: Babysitterin, Angestellte im Supermarkt, Verkäuferin in einem Plattenladen... Als junge Erwachsene wird sie Alkoholsüchtig und hat viel mit dem Punk Milieu zu tun. Um den Geldmangel auszugleichen, prostituiert sie sich freiwillig und gelegentlich in "Massagesalons". Das Leben von Virginie Despentes lässt sich nicht in einer kurzen Biografie zusammenfassen, weshalb ihre Werke besonders reichhaltig sind und ein breiteres Spektrum ihres Lebens und ihrer Erfahrungen bieten.

Mit dem Buch Fick mich (1992) begann die Autorin ihren Erfolg. Anschließend schreibt sie unter anderem Pauline & Claudine (1998), Apokalypse Baby (Prix Renaudot 2010) und die Vernon-Subutex-Trilogie zwischen 2015 und 2017. Virginie Despentes ist auch Autorin und Regisseurin von Adaptionen ihrer Romane und Dokumentarfilme. Sie ist eine Figur der lesbischen Gemeinschaft und wurde 2016 Mitglied der Académie Goncourt, die sie Anfang 2020 verließ.

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