Vernon Subutex Band II, Virginie Despentes © Editions Grasset / Imago/Agencia Efe / Kiepenheuer & Witsch Verlag
10. März 2020
20:00 Uhr

Abgesagt / Vernon Subutex Vol. II von Virginie Despentes als Theateradaption

Stalburg Theater, Glauburgstraße 80, 60318 Frankfurt am Main
10. März 2020
20:00 Uhr

Im Gegensatz zu Vernon Subutex können wir einfach nicht so tun, als ob nichts wäre. Am 10. März geht es weiter mit der Theaterpremiere von Vernon Subutex Teil 2 im Stalburg Theater.

Eine Roman-Trilogie auf die Bühne zu bringen erfordert Mut. Das Stalburg Theater in Frankfurt hat sich vorgenommen, alle drei Teile der Subutex-Trilogie von Virginie Despentes zu inszenieren. Teil I wird ab dem 3. Februar, Teil II ab dem 10. März und Teil III ab dem 15. April 2020 gespielt. "Es ist uns als kleinem Theater eine Ehre, dies machen zu können, zumal Frau Despentes uns die Erlaubnis erteilt hat, eine eigene Bühenfassung zu erarbeiten", erklärt der Leiter des Stalburg Theaters Michael Herl, der meint: "Der Stoff polarisiert, provoziert und regt zu Diskussionen an - und genau das ist unsere Intention mit dem Projekt".

Vernon Subutex, der ehemalige Besitzer des legendären Plattenladens „Revolver“, hat erst seinen Job und dann seine Wohnung verloren. Nach zahlreichen Stationen des Abstiegs lebt er nun auf einer Parkbank hoch über Paris mit Blick auf Sacré-Coeur und ist zugleich ganz oben und ganz unten angekommen. Es ist das Paris der Obdachlosen, das weder Bürger noch Touristen je zu Gesicht bekommen, das im zweiten Teil der Trilogie zum Leben erweckt wird. Es ist das Paris der Unsichtbaren.
Subutex hat die Leinen gekappt zwischen sich und der Welt, die er kannte. Was er nicht ahnt: Seine alten Freunde haben sich zusammengetan, um ihn zu finden. Ihn und die Bänder, die der Rockstar Alex Bleach ihm anvertraute. Das ist nicht nur für die alten Subutex-Freunde interessant, sondern auch für einige neue schräge Gestalten, darunter ein Ex-Pornostar, eine Hackerin und Privatdetektivin. Doch die Videobänder bergen ein Geheimnis, das gefährlicher ist, als sie alle ahnen – wenn es in die falschen Hände gerät.

Mit: Iris Reinhardt Hassenzahl und Christoph Maasch. Regie: Katja Lehmann.

Die Autorin:

Virginie Daget, bekannt als Virginie Despentes, wurde 1969 in Nancy geboren. Sie hat eine schwierige und aufgewühlte Jugend, da sie mit 15 Jahren die Schule verlassen muss und in eine Psychiatrie eingewiesen wird. Nachdem sie im Alter von 17 Jahren ihr Abitur als freie Kandidatin macht, zieht sie nach Lyon und nimmt eine Reihe von Gelegenheitsjobs an: Babysitterin, Angestellte im Supermarkt, Verkäuferin in einem Plattenladen... Als junge Erwachsene wird sie Alkoholsüchtig und hat viel mit dem Punk Milieu zu tun. Um den Geldmangel auszugleichen, prostituiert sie sich freiwillig und gelegentlich in "Massagesalons". Das Leben von Virginie Despentes lässt sich nicht in einer kurzen Biografie zusammenfassen, weshalb ihre Werke besonders reichhaltig sind und ein breiteres Spektrum ihres Lebens und ihrer Erfahrungen bieten.

Mit dem Buch Fick mich (1992) begann die Autorin ihren Erfolg. Anschließend schreibt sie unter anderem Pauline & Claudine (1998), Apokalypse Baby (Prix Renaudot 2010) und die Vernon-Subutex-Trilogie zwischen 2015 und 2017. Virginie Despentes ist auch Autorin und Regisseurin von Adaptionen ihrer Romane und Dokumentarfilme. Sie ist eine Figur der lesbischen Gemeinschaft und wurde 2016 Mitglied der Académie Goncourt, die sie Anfang 2020 verließ.

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