Beginn: 18:00 Uhr  |  End: 19:30 Uhr
12. März 2020
1
Eintritt frei

Lesung und Gespräch mit Alain Lance und Volker Braun

Institut français Leipzig Thomaskirchhof, 20 04109 Leipzig
12. März 2020
1
Eintritt frei

[Veranstaltung findet statt]

Lesung und Gespräch mit Alain Lance und Volker Braun: Rückkehr des Echos – Buchpremiere

Vor über fünfzig Jahren begann die Freundschaft zwischen Alain Lance und Volker Braun: Als Lance in Leipzig studierte, fragte er Braun 1964, ob er einige seiner Gedichte ins Französische übersetzen könne. Später übertrug Volker Braun auch Alain Lances Werke ins Deutsche. Zur Leipziger Buchmesse erscheint eine Auswahl aus dem lyrischen Werk Alain Lances: „Rückkehr des Echos“ beim Verlag Faber & Faber, von Volker Braun herausgegeben. Am Institut français stellen sie gemeinsam den neuen Lyrikband vor und kommen ins Gespräch miteinander.

Alain Lance studierte Germanistik in Paris und Leipzig, unterrichtete in Paris und im Iran und leitete das Institut français Frankfurt am Main (1985-91) und Saarbrücken (1991-94). Bis 2004 war er Direktor des Pariser Literaturhauses Maison des écrivains et de la littérature. Sein erster Lyrikband erschien 1970, gefolgt von mehreren Veröffentlichungen. Für sein literarisches Schaffen wurde er mit dem Prix Tristan Tzara (1994) und dem Prix Guillaume Apollinaire (2001) ausgezeichnet.

In seinem Buch „Deutschland, ein Leben lang“ (2009 in Frankreich, 2012 in deutscher Übersetzung von Frauke Rother bei Matthes & Seitz erschienen) schildert er seinen Weg als Vermittler zwischen den Kulturen. Als er als junger linker Student im Winter 1962 nach Leipzig kam, war er anfangs begeistert von der DDR. Im Jahr 1968 war er bei der französischsprachigen Zeitschrift „Écho d’Allemagne“ in der DDR tätig. In Begegnungen und Gesprächen u.a. mit Christa Wolf und Volker Braun und in der Lektüre ihrer oft provokanten und politischen Werke zeigten sich ihm zunehmend die Schattenseiten der DDR. Im Jahr 1976 beteiligte er sich am Protest gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns.

Neben seiner Arbeit als Lehrer und Schriftsteller übersetzte der Germanist Alain Lance zahlreiche Werke u.a. von Christa Wolf, Ingo Schulze und Volker Braun, oft in Zusammenarbeit mit seiner Frau Renate Lance-Otterbein, wofür beide 2012 mit dem Eugen-Helmlé-Übersetzungspreis geehrt wurden.

Im März 2020 wird die von Volker Braun ausgewählte Gedichtsammlung „Rückkehr des Echos“ erscheinen. Lances Lyrik wendet sich gegen die Kriege, ruft die Geschichte in Erinnerung und lässt über einen möglichen Frieden nachdenken: „Steinchen morgen und Steinchen Hoffnung  / In der Eisflut der flüchtigen Worte“ (S.29 Leseprobe: https://www.verlagfaberundfaber.de/buch/46). Neben Brauns Nachdichtungen können sich die Leser*innen auf Übersetzungen von Richard Pietraß, Gabriele Wennmer, Simon Werle und Ludwig Harig freuen.

Anmeldung unter: mediathek.leipzig@institutfrancais.de

In deutscher Sprache

In Zusammenarbeit mit dem Verlag Faber & Faber

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