Verdun, secteur de Thiaumont © Michael St Maur Sheil

100 Jahre Schlacht von Verdun: Gedenkveranstaltungen des Institut français Deutschland

Das Institut français Deutschland plant in Zusammenarbeit mit der Mission du centenaire de la Première Guerre Mondiale und im Rahmen des Gedenkjahres „Verdun 2016“ eine Reihe von Veranstaltungen im Zeichen dieses Jubiläums.

Die Wanderausstellung Verdun – ein Jahrhundert für den Frieden 1916 - 2016

Nachdem die Ausstellung „Verdun, ein Jahrhundert für den Frieden, 1916–2016“ bereits in Paris und im Frühjahr 2016 in dem Institut français Berlin zu sehen war, organisiert das Institut français Deutschland nun die Wanderung der Ausstellung durch ganz Deutschland. Den Besucher erwarten eine Reihe von Fotografien der heutigen Landschaften des Schlachtfeldes von Verdun, die von dem britischen Fotografen Michael St Maur Sheil stammen, sowie ein historischer Blick auf die Schlacht, ihre Bedeutung und ihre Konsequenzen für Deutschland und Frankreich.

Vom 8. September bis 7. Oktober 2016 ist die Ausstellung im Institut français Stuttgart zu Gast, vom 13. Oktober bis 12. November 2016 in der Volkshochschule Tübingen. Das Institut français Stuttgart und das Deutsch-Französisches Kulturinstitut Tübingen e.V. bieten Führungen durch die Ausstellung sowie ein begleitendes Rahmenprogramm an.

Veranstaltungsreihe « Verdun 2016 » im Zeichen der Kunst und der Jugend

  • Die Pianistin Caroline Faget gab am 31. Oktober 2015 in der Französischen Botschaft in Berlin ein thematisches Konzert mit dem Titel Ombre et Lumière – quand la musique raconte la Grande Guerre (Licht und Schatten – wenn die Musik vom Krieg erzählt). Anlass war ein Fortbildungstag für deutsche Lehrkräfte zum Thema „Was bleibt noch vom Ersten Weltkrieg?“, den das Bureau de la coopération linguistique mit Unterstützung der Stiftung Würth organisiert hatte.
  • Das Melodram Le Chant du cavalier bleu des französischen Komponisten Olivier Dejours wurde in Deutschland zum ersten Mal am 18. Februar 2016 von der Pianistin Michelle Scharapan, zusammen mit Didier Sandre von der Comédie française im Literaturhaus München aufgeführt, dann am 25. Februar in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin. Das Libretto von Elisabeth de Fontenay ist inspiriert von den „Briefen aus dem Felde“ von Franz Marc, die er seiner Frau zwischen 1914 und 1916 schrieb, bevor er 1916 in Verdun gefallen ist.
  • Mit einem Konzert des deutsch-französischen Chors von München mit dem Titel 14-18/Pour la paix wurde am 21. Februar 2016 dem Beginn der Schlacht von Verdun gedacht.
  • Das Repertoire des Konzerts der Violinistin Judith Ingolfsson zusammen mit dem Pianisten Vladimir Stoupel am 8. März 2016 war den Komponisten gewidmet, deren Leben durch den Ersten Weltkrieg beeinflusst oder gar beendet wurde.
  • Das Stück La guerre ne sera pas longue – Die Gefallenen wurde von Studentinnen der Universität des Saarlandes in Saarbrücken geschrieben und am 28. April 2016 aufgeführt. Es stellt die Schlacht von Verdun als eines der traumatischsten Ereignisse der Geschichte Europas und der ganzen Welt dar.
  • Die Ausstellung 306 000 croix von Barbara Cousin, die vom 20. April bis 15. Juni 2016 im Info-Café Berlin – Paris des Deutsch-Französischen Jugendwerks zu sehen war, ist ein Versuch, den Stellenwert des Individuums im kollektiven Gedächtnis zu beleuchten. Auf 240 Holzkohlezeichnungen sind 306 000 Kreuze dargestellt, die für die deutschen und französischen Soldaten stehen, die während der Schlacht von Verdun getötet wurden oder verschwanden. Weiterer Bestandteil der Ausstellung war ein Video über die Entstehung des Kunstwerkes selbst.
  • Die Veranstaltung 4 000 jeunes pour Verdun, die mit der Unterstützung des Bureau de la coopération linguistique et éducative des Institut français Deutschland und des DFJW organisiert wurde, brachte vom 26. bis 29. Mai 2016 deutsche und französische Jugendliche an der Gedenkstätte von Verdun zusammen, um unserer gemeinsamen Geschichte zu  gedenken sowie die Werte Demokratie und Öffnung vereint zu erleben.
  • Eine Ausstellung zu Ehren von Franz Marc anlässlich des 100-jährigen Todestags des expressionistischen Malers, der auf dem Schlachtfeld von Verdun gefallen ist, wurde vom 30. Juni bis 9. September 2016 durch das Franz Marc Museum in Kochel am See und das Institut français München organisiert.